Plattenkritiken

Die neusten Kritiken findet Ihr auf dieser Seite. Später werden sie nach Erscheinungsjahren archiviert.

1966 - 1968 - 1969 - 1970 - 1971 - 1972 - 1974 - 1976 - 1979 - 1986 - 1989 - 1994 - 1996 - 1998 - 1999 - 2000 - 2001 - 2002 - 2003 - 2004 - 2005 - 2006 - 2007 - 2008 - 2009 - 2010 - 2011 - Aktuell

Dungen - Skit I Allt | The Incredible String Band - The 5000 Spirits or the Layers of the Onion | Joanna Newsom - Ys | Rush - Rush | Swim Bird Fly - Swim Bird Fly

The Incredible String Band - The 5000 Spirits or the Layers of the Onion (Elektra, Juli 1967) LP
Ich frag mich warum irgendjemand so was Langweiliges wie die Fleet Foxes braucht, wenn schon vor 40 Jahren auf deren Seite des Atlantiks Bands wie die Byrds oder CSNY alles besser gemacht haben und diesseits des Teichs die britische Folk-Rock-Szene zeitlose Perlen wie die Incredible String Band hervorbrachte.
5000 Spirits ist deren zweites Album und öffnete die Pforten zur Verbindung von Folk und Psychedelia. Sehr facettenreich und komplex werden unterschiedlichste Stile miteinander verwoben, insbesondere auch indische und arabische Instrumente eingesetzt. Heron und Williamson waren zur Zeit des Albums ein Duo, liessen sich aber von diversen Musikern aushelfen, bspw. Danny Thompson, der mit seinem Double Bass auf vielen englischen Folk-Produktionen dieser Zeit zu hören ist.
Lange hab ich mit dem Folk-Rock geliebäugelt, fand aber meistens die Gesänge einfach zu uncool. Nicht, dass ich auf Coolness Wert legen würde, aber wimpiges Jammern mag ich einfach nicht so, weswegen ich auch die Fleet Foxes und ihre hundert Millionen weichgespülten Gleichgesinnten der aktuellen Indie-Folk-Rock-Szene nicht ab kann. Die Incredible String Band haben zwei ausgezeichnete Sänger, deren Stimmen sehr nah, kraftvoll und eindringlich mit hohem Wiedererkennungseffekt sind.
5000 Spirits ebnete den Weg zum speziellen Songwriting der ISB und wurde zu einem respektablen Erfolg. John Peel hörte bspw. nicht auf das Album zu spielen und zu loben.
Auch meine Platte wurde von irgendwelchen Hippies zu Tode gehört, vorallem die erste Seite. Wahrscheinlich waren sie dann zu bekifft um noch umzudrehen. Die zweite Seite klingt noch ganz gut. Aber trotzallem würde ich nicht für geschenkt und hundert Euro draufgelegt gegen eine CD oder das Gesamtwerk der Fleet Foxes tauschen.
Nach dem ebenfalls wegweisenden und noch experimentellen "The Hangman's Beautiful Daughter" (1968) begann eigentlich schon der Niedergang der Band. Sie konvertierten zur Scientology, was bis heute Diskussionen in ihrer Fangemeinde hervorruft, ob denn der folgende Verfall der Qualität ihrer Arbeit damit in Zusammenhang zu bringen sein könnte.
Was nicht viele wissen, ist, dass die ISB auch auf Woodstock spielte. Da sie ihren eigentlich Slot am frühen Abend aber abgaben, weil sie nicht während des Regens spielen wollten, wurden sie auf den nächsten Tag eingeplant, wo Woodstock schon völlig im Schlamm versunken war und die meisten Leute das Festival bereits verlassen hatten. Tja, dämlich. Auf dem bescheuerten Woodstock Film sind sie natürlich nicht drauf, aber es gibt Videos in Youtube, auch von Woodstock. Kann man kucken, wenn man zahnlose vollbedröhnte Hippiemädchen sehen möchte. Nein, nicht im Publikum, auf der Bühne.
(Ralf, 28.8.11)

Rush - Rush (Mercury, März 1974) LP
Der schrecklichste Kauf des Monats. Die kanadischen Rush als sie noch klein waren, zu einer Zeit, wo der Boden für den Progrock, den sie später machten, eigentlich längst geebnet war. Unverständlich. Hier sind sie noch ganz dem Heavy-Rock verbunden, ohne die Intelligenz, Komplexität und inhaltliche Tiefe ihrer späteren Werke. Wir hören jede Menge "Yeahs" und "Allrights", triefende Trivialität. Ich war, entgegen meiner sonstigen Gründlichkeit, sogar so respektlos nicht mal die zweite Seite anzuhören. Die erste liess keine Hoffnung aufkommen, dass hintendran noch was Spannendes passiert.
Angesichts der Massen ähnlicher Bands dieser Zeit ein Wunder, dass die einen Plattenvertrag bekommen haben. Da waren sie bei Mercury sehr prophetisch und geduldig und müssen wohl irgendwie geahnt haben, dass daraus mal was wird, nämlich eine der besten und erfolgreichsten Progrockbands der späten 70er Jahre. Respekt! Man muss allerdings noch dazu sagen, dass die Band das Album zunächst selbst auf einem eigenen Label veröffentlichte und dies hier bereits der Re-Release ist, der jedoch noch im selben Jahr folgte, da Rush einen sehr aufopfernden Manager hatten.
Aber der erste Song sagt ja schon, was Rush noch vor sich hatten: "Finding My Way".
Rush gibt es ja heute noch. Über die Jahre haben sie wohl viele Veränderungen durchgemacht. Die erste fand in den späteren 70ern statt, als sie Yes und King Crimson entdeckten. Also ganz im Ernst. Da hab ich ja selbst Yes und King Crimson früher entdeckt. Nichts destotrotz haben sie dann den ProgRock sehr eigenwillig mit ihren Hardrock Wurzeln vermurgelt. Mir persönlich gefällt "Permanent Waves" (1980) am Besten. Eigentlich noch besser als "Hemispheres" von 78, das ich als Kind sehr geliebt habe. Obwohl, Hemispheres ist auch super.
Nun noch etwas recherchierte Information aus ungesicherten Quellen: In den 80ern haben sie dann wohl viel mit Synthesizern rumgemacht, in den 90ern den Alternative Rock eingebaut, ohne jedoch ihre eigene Rush'sche Integrität zu verlieren. Heute sind sie wohl wieder mehr zu ihren Wurzeln, zum Rockigen zurückgekehrt.
Der Progrock der 70er Jahre ist ja bis heute recht verpönt und wird oft verlacht. Die Trendwende durch den Punk hat Bands wie Rush als Feindbilder freigegeben und bis heute nicht wieder re-etabliert. Das möchte ich hiermit anregen, denn gerade Rush kann man, muss man aber nicht mögen. Insbesondere Geddy Lees Stimme, die sehr penetrant und weiblich (auf diesem Album noch äusserst Robert-Plant-inspiriert) klingt, ist oft der Stolperstein, den viele Leute bei Rush niemals überwinden. Wenn man einmal darüber weg ist, wird man mit intelligentem, sehr detailliert durchkomponiertem und sozial eingestelltem Rock verwöhnt, zu dem man durchaus auch stehen kann.
Da Kickin Ass sich aber auch als Verbrauchermagazin versteht, sei man also vor diesem ersten Album gewarnt, wenn man Rush ProgRock erwartet.
(Ralf, 28.8.11)

Swim Bird Fly - Swim Bird Fly (Maria Records, 2010) CD
Das erste Album der Stuttgarter Band um die Sängerin und Gitarristin Barbara Padron-Hernandez und den Multi-Instrumentalisten und Produzenten Johnny Park, beide bekannt aus der gemeinsamen Vorgängerband Submarien.
Sie beschreiten hierbei den mutigen Weg des Rückzugs in ruhigere und experimentellere Gefilde. Weder die Kompositionen noch die Arrangements oder Instrumentierung suchen zu gefallen sondern widmen sich ausschliesslich der Kunst. Die Songs nehmen sich viel Zeit sich zu entwickeln und sind meist von vielschichtigen Soundscapes unterbaut, die hervorragend ins Gesamtbild gemischt sind. Die eigenständigen Kompositionen, die auf melancholisch-schönen Melodien aufbauen, sind besonders von der sehr persönlichen Stimme Barbaras und ihrer Fähigkeit geprägt, ganz eigenen ungewöhnlichen Wegen zu folgen. Das führt zu klammer und manchmal bedrückender Emotionalität, insbesondere durch die Verbundenheit der Sängerin zu ihren Texten, die sich vorallem mit der eigenen Dunkelheit und dem Abscheu gegen die seelische Verarmung der menschlichen Umwelt auseinandersetzen.
Die einzige, gelegentlich hörbare, Referenz die mir einfällt, ist Portishead.
Swim Bird Fly als Bandname spiegelt die widersprüchliche Tiefe, Vielfalt, Rätselhaftigkeit und Ungewöhnlichkeit der Band sehr gut wider.
Das Cover gefällt mir nicht besonders, da die depressive Kälte, die es verströmt der Musik einen Teil der Schönheit entzieht. Natürlich passt es aber sehr gut zu den weit in den Raum gestellten Feedbacks, Samples oder mit was auch immer die diese Backgrounds fabriziert haben, die sich als Rauschen und Flirren offenbaren, das die meisten Songs umgibt.
Live lässt die Band viel davon weg und überzeugt durch ihren minimalistischen Charm. Da wirkt die Platte fast überproduziert. Der ganze Hifi-Background wird reduziert auf zwei Gitarren und ein Drumset. Der Einsatz von Elektronika ist viel sparsamer. Das lässt mehr Nähe zur Band und ihren Gefühlen zu.
Sehr sympathisch übrigens auch die Demo-CD, die diesem Werk vorherging. Das Cover zeigt einen gezeichneten Vogel. Darüber klebt ein handbefestigter Käfig, den man wegklappen kann, um den Vogel zu befreien. Super Idee.
(Ralf, 14.8.11)
Dungen - Skit I Allt (Subliminal Sounds, 2010) LP
Wuuuuunderschön. Ein Traum. Ich weiss nicht, ob ich jemals so eine weiche, schöne Gitarre gehört habe. Vorallem mit der Flöte zusammen bringen die Melodien rüber, deren Unschuldigkeit unter die Haut gehen wie der erste feuchte Kuss der ersten Liebe. Unfassbar, wie oft ich diese Platte in kürzester Zeit gehört habe. Im Prinzip lege ich die auf, dann drehe ich sie um und dann drehe ich sie wieder um und wenn ich sie wegstelle, krame ich sie ein paar Tage später wieder vor.
Mich spricht diese Musik total an, auch wenn ich kein Wort verstehe, da sie schwedisch singen. Der Sänger klingt ein wenig schepprig, fast wie die schwedische Ausgabe von Fred Mühlböck von Novalis oder der Sänger der ungarischen Omega. Eigentlich klingt Dungen tatsächlich auch ein wenig wie eine Ostblockband aus dem Jahre 1972. Die übertragene Romantik wirkt so kindlich empörungsfrei wie ein Lagerfeuer zwischen Plattenbauten. Die musikalische Qualität, kompositorisch, klanglich wie auch handwerklich ist sehr hoch. Kopiert wird nichts und niemand. Die Musik klingt nicht gänzlich neu, ich sehe allerdings eher bewegte Bilder als rockmusische Strukturen, und zieht daher keinerlei Referenzen. Und das ist das Wertvolle!
Skit I Allt ist bereits das sechste Dungen-Album!! In Schweden sahnen sie Preise ab. Eigentlich müssten sie in aller Munde sein und nicht solche überschätzten Epigonen wie beispielsweise die Fleet Foxes.
In den USA touren sie am meisten. Sie waren in Australien, Südamerika, sogar Russland, natürlich viel in Skandinavien, England und auch Holland. In Deutschland aber hatten sie bislang genau vier Auftritte (2006). Na toll!
(Ralf, 23.6.11)
Joanna Newsom - Ys (Drag City Records, 2006) DoLP
Eine geradezu fürchterlich gute Künstlerin. Hab mich ja jahrelang gegen neue Musik gesperrt und deswegen diese blutjunge, zur Zeit der Aufnahmen gerade mal 24jährige, Musikerin gerade erst entdeckt. Und dazu muss noch erwähnt werden, dass dies ihre zweite reguläre LP ist, der noch zwei unreguläre vorausgingen und davor hat sie noch in Bands gespielt. Soll nochmal jemand sagen, es gibt heutzutage keine guten Musiker zu entdecken.
Joanna spielt Harfe (seit sie sieben Jahre ist) und singt dazu. Die Kompositionen sind ausufernd, eigenwillig, folgen keinen schematischen Strukturen, nur der Geschichte, brechen auch mal quer durch die Hecke, wenn es die Dramatik so erfordert. Denn Joanna ist in erste Linie eine Autorin, eine Lyrikerin genauer gesagt, und dem zollt die Musik Tribut. So singt sie, jammert, quäkt, greint mit ihrer kindlichen, süssen, nervigen und trällernden Stimme, die mir so sanft ins Ohr rollt, dass ich gar nicht aufhören kann, zuzuhören. Die Stimme ist denn auch das Teil des Ganzen, das Joanna zum Indie-Folk zählen lässt und so viele Anhänger in ebenjener Szene finden lässt. Ich denke, dass sie der Traum jedes Indie-Boys ist, etwa wie vor 25 Jahren Björk. Der Schrägheit einer Björk und der Schrulligkeit einer Kate Bush gedenkt man denn auch am Ehesten, Vergleiche sind aber haltlos, denn beide sind wesentlich strukturierter. Newsom übergeht die Notwendigkeit sich auf Einleitungen, Refrains oder auch nur Zwischenparts einzulassen. Der Text wird nahtlos durchgearbeitet. Sie setzt nicht ab, sie ergiesst sich, holt kaum Luft. Und das ist anfangs kaum zu ertragen, so abgefahren ist das alles.
Die ersten Durchläufe der fünf Lieder, deren abstrakter Höhepunkt im fast 17minütigen "Only Skin" zu finden ist, fallen schwer. Die wiederkehrenden Elemente sind nicht sofort wahrnehmbar da sie unter der hüpfenden Emotion der Sängerin und ihrer selten dem Rhythmus angepassten Erzählform fast verschwinden. Wenn man's dann fünf- oder zehnmal gehört hat, wird's hörbar, wenn auch noch lange nicht logisch.
Harfe und Gesang hat Steve Albini aufgenommen. Der ist natürlich fraglos an solch ungewöhnlichen Projekten interessiert und hat seine Arbeit ausgezeichnet gemacht. Die Harfe rückt dennoch erstaunlich weit in den Hintergrund, denn später wurde ein ganzes Orchester dazuarrangiert, das zwischen schön ruhig und exzentrisch aufbrausend alles aufbietet und zusätzlich Unrundheiten in die Lieder (Songs kann man hier gar nicht sagen) bringt.
So scheint dies weder Folk noch Indie zu sein, keine populäre Musik ganz allgemein. Die Phrasierung ist zu komplex. Dennoch bleibt Newsom durchgehend tonal, die meist nicht sehr aufwendig aufgebauten Grundstrukturen, die die Harfe legt, sind nur ausufernd überinstrumentiert. Wenn man ihr musikalisch etwas vorwerfen kann, dann Überfrachtung. Immer eine Ecke zu viel und zu lang. Doch genau diese Verquertheit und sture Unkommerzialität gefällt mir an Ys, denn eins ist sie nicht: Selbstgefällig. Dazu wird zu viel echtes und zartes Gefühl aufgebracht, zuviele Persönlichkeit offengelegt.
Das unterscheidet sie zu der arroganten Aufgesetztheit episch-verkopfter Werke von Bands wie ELP oder Yes (und ich weiss von ich rede, denn als 15jähriger war ich wohl locker der grösste Yes Fan meiner erweiterten Nachbarschaft und hab noch alle Platten immer da, jawoll). Wäre ja auch schade, wenn man aus deren Schwachpunkten nichts gelernt hätte. Solange wir keinen Weltkrieg mehr haben, wird Musik besser werden. Da bin ich mir jetzt doch ganz sicher. Es wird immer viel viel Schlechtes geben, das kopiert und verliert. Vielleicht kommerziell gewinnt aber niemals überleben wird. Doch die Qualität der Getriebenen, der besessenen Erneuerer wird wachsen.
Ich liebe diese Musik. Will sie zwar nicht immer hören, doch immer wenn das Gefühl dazu aufkommt, werde ich nahezu euphorisch und lasse mich dann von der märchenhaften Atmosphäre fangen, die ein wenig wie Disneys Alice in Wunderland klingt, auch wenn ich das noch nie gesehen habe.
Was mich auf Anhieb so besonders an Joanna faszinierte, ist der Gegensatz ihrer kindlich unschuldig verträumt wirkenden Äusserlichkeit (klar, ein Image, aber ich lass mich davon gerne einfangen, denn im Gegensatz zur Mathematik, bemüht Musik - wenn sie gut ist - auch Emotionen und einer täte schlecht daran, sich dem zu entziehen) zu der Fertigkeit ihrer Kunst. Das wirkt nicht angelernt sondern geerbt, instinktiv, wie ein Raubtierkind, das noch spielt und dennoch schon tötet
Und nun zum Cover, meine Damen und Herren. Es kann einfach nicht oft genug deutlich gemacht werden, wie wichtig das Überleben von Vinylschallplatten ist. Dem traumhaften Artwork dieser Schallplatte, und ich betone das Art vor dem Work, ist es zu verdanken, dass ich sofort zugegriffen habe, als ich sie im Laden stehen sah. Angefangen beim festen Karton, bei dem symbolschwangeren Gemälde auf der Vorderseite, den wundervoll gestalteten Innenseiten mit Texten und Illustrationen.
Auf CD oder sogar als digitale Dateien werden mehrere Facetten des Gesamtwerks völlig ausgelassen. Das Artwork ist mit das Beste, das ich jemals in den Händen hatte und der Nachfolger "Have One On Me", der in einer opulenten 3LP-Box kommt, mit wunderschönen Gemälden und Fotos von Joanna, setzt fast noch eins drauf.
Wie froh bin ich, diese Platte anschauen zu dürfen, sie während des Hörens ehrfürchtig in den Händen zu halten, immer an den Rändern, nur nicht zu arg befingern. Hätte ich nur paar mp3 Dateien gehabt und dies erst nach meinem Tod festgestellt, ich hätte nochmal zur Welt kommen und Selbstmord begehen müssen vor lauter Ärger.
Die CD als Format wird nicht überleben. Sie wird neuen Trends weichen müssen. Faule, arme und weniger an der musikalischen Kunst interessierte Menschen werden noch digitaler, doch Vinyl wird wieder kunstvoller und auch wieder erschwinglicher werden, solange es Menschen gibt, die Projekte wie die einer Joanna Newsom unterstützen. Und da lobe ich alle Beteiligten, selbstverständlich auch das Label Drag City.
Der in diesem Jahr erschienene Nachfolger "Have One On Me" ist allerdings wesentlich unschrulliger. Die Lieder sind noch zarter, ruhiger, minimaler und stringenter, zugänglicher. Auf die schwülstige Orchestrierung wurde verzichtet, hier und da wird sogar (aber nur kurz!) ein Rock-Schlagzeug eingesetzt. Auch die Stimme ist gelassener und gleichförmiger (wobei sie einer Kate Bush nun doch teils recht nah kommt). Hätte ich die neue Platte zuerst gehabt, hätte sie mir sicher auch besser gefallen, doch Ys wird wohl immer mein Liebling bleiben, in all seiner traumverschlafenen Widerspenstigkeit.
Diese Platten sind nicht nur kunstfertig in jeder Hinsicht, sie sind auch kunstvoll und .... voller Liebe.
(Ralf, 18.6.11)

Liebe Eltern, Rockmusik kommt vom Teufel! Wenn Sie Ihre Kinder schützen und uns zur Verantwortung ziehen wollen, finden Sie hier unsere Adressen.

Teufel